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26/03/2026

Besser schlafen durch Kiwis? Das steckt hinter dem Melatonin-Mythos

Besser schlafen durch Kiwis? Das steckt hinter dem Melatonin-Mythos


Viele Menschen leiden unter Ein- oder Durchschlafproblemen. Auf der Suche nach natürlichen Lösungen taucht oft die Frage auf: Können bestimmte Lebensmittel unsere Nachtruhe verbessern? Besonders die Kiwi steht hierbei immer wieder im Fokus. Aber hilft die grüne Frucht wirklich beim Einschlafen, oder ist das nur ein Mythos? Wir haben uns die wissenschaftliche Lage und den Melatonin-Gehalt in Kiwis genauer angesehen.

Was ist Melatonin und warum brauchen wir es?

Zuerst einmal zur Basis: Melatonin ist ein körpereigenes Hormon, das in der Zirbeldrüse im Gehirn produziert wird. Es ist unser „Schlafhormon“ und spielt die Hauptrolle bei der Steuerung unseres Tag-Nacht-Rhythmus.

  • Es signalisiert dem Körper, dass es Zeit ist, zur Ruhe zu kommen.

  • Es trägt dazu bei, die subjektive Jetlag-Empfindung zu lindern.

  • Und ganz wichtig: Melatonin trägt dazu bei, die Einschlafzeit zu verkürzen.


Der Kiwi-Faktor: Wie viel Melatonin steckt wirklich drin?

Es stimmt: Kiwis enthalten Melatonin. Die Mengen können jedoch stark variieren. Untersuchungen deuten darauf hin, dass:

100 Gramm Kiwis ca. 2 mg Melatonin enthalten können.

Aber Vorsicht: Dies ist kein fester Wert. Der Gehalt hängt von der Sorte, dem Reifegrad und den Anbaubedingungen ab. Man müsste also eventuell sehr viele Kiwis essen, um eine standardisierte, wirksame Menge Melatonin aufzunehmen. Zudem enthalten Kiwis auch Fruchtzucker und Säure, was kurz vor dem Schlafengehen für manche Mägen eine Herausforderung darstellt.

Wie kann man Kiwis für den Schlaf nutzen?

In einigen Studien wurde beobachtet, dass der regelmäßige Verzehr von Kiwis (z. B. zwei Früchte eine Stunde vor dem Schlafengehen über mehrere Wochen) die Schlafqualität und Einschlafzeit verbessern kann. Dies liegt vermutlich nicht nur am Melatonin, sondern auch an anderen Inhaltsstoffen wie Serotonin-Vorstufen und Antioxidantien.


Wenn Kiwis nicht reichen: Eine gezielte Ergänzung

Für viele ist der tägliche Verzehr von mehreren Kiwis, besonders kurz vor dem Schlafengehen, unpraktisch. Wenn du eine konstante, verlässliche Dosis Melatonin suchst, um deine Einschlafzeit zu verkürzen, ohne dabei deinen Magen mit Obst zu belasten, kann eine gezielte Ergänzung sinnvoll sein.


Warum sublingual (unter die Zunge)?

Der Vorteil liegt auf der Hand – oder besser: unter der Zunge. Über die Mundschleimhaut wird das Melatonin direkt und sehr schnell aufgenommen, ohne den Umweg über das Verdauungssystem. Das ist besonders praktisch, wenn du eine rasche Wirkung kurz vor dem Schlafen wünschst.